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Haus K. Hafnarfjördur

Das Grundstück südlich von Reykjavík zeichnet sich aus durch einen herrlichen Blick auf die Umgebung. Das Baugebiet ist erst vor wenigen Jahren für Einfamilienhäuser erschlossen worden – ein typischer Fall einer Zersiedelung, die in den Nachbargemeinden der Hauptstadt die landschaftlich geprägte Peripherie in den »Würgegriff« genommen hat.

Das Haus wird im Norden – zugleich die Aussichtseite – über ein Sockelgeschoss mit Garage erschlossen. Nach Süden hin steigt das Gelände steil an, weshalb sich das eigentliche Wohngeschoss eine Etage höher befindet. Die einläufige, offen geführte Treppe teilt den Raum in die Bereiche Küche, Essplatz und Wohnzimmer sowie Schlafräume. Küche und Essplatz weisen im Süden einen Ausgang zur Terrasse auf. Es handelt sich dabei um einen u-förmig gefassten Hof, der etwas Schutz gegen den fast ständig blasenden Wind bietet. Dort hat auch der kleine Pool seinen Platz gefunden – ein rundes, mit heißem Wasser gefülltes Tauchbecken, auf das kein Isländer verzichten will.

Über dem flachen Dach erhebt sich ein kastenförmiges Oberlicht, das den Wohnraum in den wenigen Tagesstunden der Wintermonate zusätzlich mit Licht versorgt. Der äußere Charakter des Gebäudes ist hauptsächlich durch eine schwarze Stulpschalung geprägt, die im starken Kontrast zu den weiß lackierten Metallrahmen der Fenster steht.

Bauherr:
Privat

Architekten:
Lederer Ragnarsdóttir Oei, Stuttgart

Bauzeit:
2009 – 2010

Standort:
Hafnarfjördur, Island

Veröffentlichungen

Lederer, Arno / Ragnarsdóttir, Jórunn / Oei, Marc (Hg.):
Lederer   Ragnarsdóttir  Oei 1.
Jovis Verlag Berlin 2012

Fotos

Arno Lederer, Stuttgart